Tropenholz und Naturschutz

Tropenholz

Vor einiger Zeit ist Tropenholz immens in Verruf geraten: Rodungen von Urwäldern und die damit verbundene Zerstörung von Lebensräumen und der "grünen Lungen" der Erde, nur um Holz zu gewinnen und weiterzuverkaufen. Tropenholz war bald kaum noch gefragt - aber zu Recht? Tatsächlich gibt es auch zwielichtige Geschäftemacher, die Urwälder des Holzes wegen gnadenlos abroden, doch heutzutage gibt es glücklicherweise genaue Kontrollen von Holzherkunft und -qualität, sodass illegal geschlagenes Holz kaum eine Chance auf dem freien Markt hat. Tatsächlich sollte man zuerst wissen, dass 83% der Rodungen im tropischen Regenwald zum Zwecke der Brennholzgewinnung vor Ort und der Erschließung von neuen Anbauflächen geschehen, nicht zur Produktion von exportierbarem Nutzholz. Wie aber kann man sichergehen, dass für die eigenen Holzprodukte, seien es Außendielen oder Gartenmöbel, nur Holz aus kontrolliertem Anbau verwendet wurde? Achten Sie beim Kauf auf die FSC-Zertifizierung! Der Forest Stewardship Council prüft genauestens wo und wie Holz geschlagen wird und wie es weiterverarbeitet wird und zeichnet Holzprodukte mit dem FSC-Siegel aus, wenn Voraussetzungen wie etwa der kontrollierte Anbau erfüllt werden. Zum Schutze des tropischen Regenwaldes wurde der FSC mit Unterstützung durch WWF, Greenpeace, NABU und BUND als gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn geschaffen und dient so als Indikator für jeden Käufer, ob Holzprodukte wirklich ökologisch verträglich hergestellt wurden. Der Entstehungsweg ist genau dokumentiert und diese Dokumentation idealerweise auf Nachfrage auch einsehbar.